Serres Nemo: Reduzierung von Abfällen im OP-Saal
Der Umgang mit medizinischen Flüssigkeiten stellt Krankenhäuser vor ökologische und organisatorische Herausforderungen. In diesem Beitrag erläutern wir, wie Serres Nemo den Abfall im Operationssaal reduziert, Entsorgungsprozesse vereinfacht und gleichzeitig Emissionen und Kosten senkt.
Operationssäle in Krankenhäusern erzeugen erhebliche Mengen an Abfall: Laut WHO fallen zwischen 0,2 und 0,5 kg gefährlicher Abfall pro Krankenhausbett an (1). Die Reduzierung von gefährlichem Abfall im OP ist daher entscheidend für Krankenhäuser, die ihren ökologischen Fußabdruck verringern und gleichzeitig durch effizientere Entsorgungsmethoden erhebliche Kosteneinsparungen erzielen möchten.
Serres-Absaugbeutel werden im Operationssaal verwendet, um während des Eingriffs Patientenflüssigkeiten aufzufangen. Dazu zählen unter anderem Spüllösungen zur Reinigung und Sichtverbesserung des Operationsfeldes sowie Blut und andere Körperflüssigkeiten des Patienten. Diese Flüssigkeiten gelten als gefährlicher Abfall.
Bereits vor mehreren Jahren hat Serres damit begonnen, einen Absaugbeutel zu entwickeln, der deutlich weniger Material benötigt als vergleichbare Produkte. Das Ergebnis ist nicht nur ein effizienteres Produktdesign, sondern auch eine optimierte Verpackung: Durch den Einsatz von weniger Kunststoff und eine verbesserte Verpackungsgestaltung können bis zu viermal so viele Serres-Absaugbeutel im Karton transportiert werden wie bei vergleichbaren Produkten (2).
Vor einigen Jahren wandten sich Kunden aus mehreren fortschrittlichen Krankenhäusern an uns mit dem Wunsch nach einer Lösung, die Abfälle reduziert und den Entsorgungsprozess von Flüssigkeiten nachhaltiger gestaltet.
„Serres Nemo reduziert das Umweltrisiko. Gleichzeitig hat es uns ermöglicht, Nachhaltigkeit im Krankenhaus konkret umzusetzen und gezielte Maßnahmen zur Verringerung unserer Umweltbelastung zu ergreifen.“
Laurent Mairot, Chefapotheker, Clinique Beau Soleil Montpellier
Serres Nemo – ein neuer Ansatz in der Abfallentsorgung
Das Serres-Team untersuchte verschiedene Möglichkeiten, die im Operationssaal entstehende Abfallmenge zu reduzieren, und entwickelte eine neue Idee: Anstatt gefüllte Absaugbeutel zu entsorgen und zu verbrennen, sollte eine Lösung geschaffen werden, mit der die gefährlichen Flüssigkeiten ausgespült und der Beutel anschließend leer entsorgt werden kann. Aus dieser Idee entstand Serres Nemo, ein Gerät zur hygienisch sicheren Entsorgung medizinischer Flüssigkeiten und das gleichzeitig Abfallmengen und CO₂e-Emissionen deutlich reduziert.
Das Ergebnis: Bis zu 97 % weniger Abfall und bis zu 97 % weniger CO₂e-Emissionen während der Entsorgungsphase bzw. beim Transport zur Verbrennung. Diese Reduktion wirkt sich nicht nur positiv auf die Umwelt aus, sondern führt auch zu erheblichen Kosteneinsparungen – zwei zentrale Herausforderungen im modernen Gesundheitswesen.
Serres Nemo optimiert zudem den gesamten Prozess der Flüssigkeitssammlung und -entsorgung. Dadurch wird das Kontaminationsrisiko für das medizinische Personal reduziert und gleichzeitig der Gesamtaufwand für das Flüssigkeitsmanagement gesenkt.
Darüber hinaus beseitigt Serres Nemo wesentliche Ineffizienzen bei der Entsorgung von OP-Abfällen. Das System wurde speziell für eine sichere Entsorgung vor Ort entwickelt und stellt eine innovative Alternative zum manuellen Entleeren gefüllter Absaugbeutel in das Abwassersystem dar.
„Das System war eine sehr gute Investition für das Krankenhaus – es spart sowohl Zeit als auch Kosten. Unser Arbeitsumfeld hat sich deutlich verbessert, wir sind sehr zufrieden.“
Jessica Nilsson, OP-Pflegekraft, Blekinge Hospital, Karlskrona
Den eigenen CO₂-Fußabdruck verstehen
Das Serres-Team wollte im Rahmen der Serres-Nachhaltigkeitsstrategie noch einen Schritt weiter gehen. Daher berechneten sie den gesamten CO₂-Fußabdruck des Serres-Absaugbeutels, um gezielt weitere Lösungen zur Reduzierung von CO₂e-Emissionen im Operationssaal zu entwickeln.
In der Fallstudie wurde eine detaillierte Cradle-to-Grave-Analyse für den 2-Liter-Serres-Absaugbeutel durchgeführt. Dabei zeigte sich der deutliche Effekt des Serres Nemo: Die herkömmliche Entsorgung eines gefüllten Absaugbeutels durch Verbrennung verursacht einen CO₂-Fußabdruck von 0,55 kg CO₂e. Mit Serres Nemo sinkt dieser Wert auf 0,20 kg CO₂e – eine Reduktion von bis zu 64 % des gesamten CO₂-Fußabdrucks und sogar 97 % beim Transport zur Verbrennung.
Mehr dazu im Blogbeitrag: CO2-Fußabdruck des 2l Serres Absaugbeutels
So funktioniert der Einstieg – Installation von Serres Nemo
Serres Nemo wurde konsequent nutzerorientiert entwickelt, um den Entsorgungsworkflow zu vereinfachen und die Abfallmenge im OP zu reduzieren. In der Regel wird das Gerät im Reinigungsraum des Krankenhauses installiert, da der Bereich für das zuständige Personal gut erreichbar ist. Serres Nemo benötigt lediglich einen Wasser- und Stromanschluss – danach ist das System einsatzbereit.
Dank seiner kompakten Bauweise (330 × 515 × 1.060 mm) kann Serres Nemo auch in kleineren Einrichtungen eingesetzt werden. Die Anwendung ist einfach und effizient: Mit einem Spülzyklus von nur 15 Sekunden spart das Entleeren der Absaugbeutel erheblich Zeit. So kann sich das Krankenhauspersonal auf das Wesentliche konzentrieren – die Patienten.
„Das System ist sehr einfach und flexibel. Der gesamte Prozess dauert nur 15 Sekunden: Deckel öffnen, Beutel zusammenfalten und entsorgen. Wir sind wirklich froh, dass es jetzt so schnell geht.“
Åke Rundkvist, OP-Pflegekraft, Zentralkrankenhaus Karlstad
(1) Health-care waste (who.int)
(2) Vergleich der Verpackungs- und Logistikeffizienz basierend auf Marktanalysen und Studien zur Packungs- und Paletteneffizienz.
Studie durchgeführt 2023.